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Report und Interview: Lehrprojekt in der Steinzeit-Werkstatt des Neanderthal-Museum in Mettmann

Dinos, Nina, Daniela und Lucas Jahrgangsstufe 9, Kaiserin-Luise-Schule, Köln

Im September 2019 besuchen Schülerinnen und Schüler der Kaiserin-Luise-Schule, Köln die Steinzeit-Werkstatt des Neanderthal-Museum in Mettmann. Die heutige Exkursion hat eine Besonderheit: Die Schülerinnen und Schüler werden von jungen Biologie-Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln unterrichtet. Für die Studierenden ist es eine aufregende Sache, zum ersten Mal eine richtige Klasse zu unterrichten, und dies an einem so speziellen Ort. Diese Lehr-Lern-Projekte sind für die Studierenden, die später einmal Gymnasial- oder Gesamtschullehrer werden wollen, eine wichtige Erfahrung. Hier können sie testen, ob sie Freude am Lehren und an der Arbeit mit jungen Menschen haben.

Auch die Schülerinnen und Schüler gehen gespannt dem Exkursionstag entgegen. Ein paar Gedanken haben wir hier aufgegriffen:

 

Studentin: Wir stehen jetzt hier vor dem Neanderthal Museum. War jemand von euch schon einmal hier?

Dinos:
Ich war hier schon einmal. Das war in der 3. Klasse. Ich erinnere mich an die Statue des Neandertalers, die drinnen steht.

Lucas:
Ich war zusammen mit Dinos hier, denn wir waren zusammen in einem Kurs. Wir haben zusammen das Neanderthal- Museum besucht.

Daniela:
Ich war hier noch nie, aber ich finde es hier sehr schön.

Nina:
Ich war hier einmal, aber das ist auch schon länger her.

Studentin: Welche Erwartungen habt ihr an den heutigen Tag? Was denkt ihr, was ihr machen werdet?

Nina:
Ich denke, dass wir etwas über die Neandertaler lernen werden. Ich könnte mir vorstellen, dass wir viel darüber lernen werden, wie sie gelebt haben, z. B. auch welche Werkzeuge sie gebraucht haben.

Dinos:
Ich habe gehört, dass wir hier im Kurs etwas mit Forensik machen, und ich stelle mir das schon sehr cool vor, weil mich das schon sehr interessiert.

Daniela:
Ich denke, dass wir herausfinden werden, wo wir herkommen, und welche Skelette es hier genau gibt.

Studentin: Wie findet ihr es, dass Studenten heute den Kurs leiten?

Dinos:
Ich finde es schon toll, dass Studenten das machen, weil sie noch nicht so viel Erfahrung haben und dann dazulernen. Und meistens kennen sie sich auch besser aus, wie es heute als Jugendlicher so ist.

Lucas:
Ich denke auch, dass es gut ist, dass Studenten das freiwillig machen, weil Studenten vielleicht besser mit Jugendlichen klarkommen als ältere Leute, und ich finde es cool, dass Studenten so etwas für uns planen.

Daniela:
Ich bin mir auch sicher, dass es besser ist, wenn Studenten das machen, weil sie ja auch eher in unserem Alter sind. Deshalb denke ich, dass wir uns gut verstehen werden.

Nina:
Ich finde es auch ganz gut, weil man sich dann besser mit den Leuten identifizieren kann. Man hat dann das Gefühl, dass sie in dem Moment mehr in dem Thema drin sind und sich dafür auch wirklich interessieren, vielleicht anders als ein Lehrer, der das machen muss.

Studentin: Habt ihr das Thema "Neandertaler" in der Schule schon einmal behandelt?

Dinos:
Wir hatten das Thema kurz in der 7. Klasse. Da hatte jeder aber einen anderen Vorzeitmenschen zu bearbeiten. Also ich hatte das Thema "Neandertaler" nicht, habe aber von einer anderen Gruppe etwas über sie  erfahren.

Nina:
Ja, wir haben schon viel über Vorspezies geredet und dann auch viel Hintergrundwissen über sie erfahren, aber es ist jetzt ganz gut, das Wissen aufzufrischen, weil es auch schon etwas länger her ist.

Studentin: Habt ihr denn vor, Biologie in der Oberstufe als Grundkurs oder Leistungskurs weiterzunehmen?

Lucas:
Ich überlege, bald Biologie oder Physik zu wählen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher.
Dinos: Ich habe vor, Geschichte und Biologie zu nehmen, wenn das geht.

Daniela:
Ich bin mir noch nicht sicher, was ich nehmen werde, aber weil ich vielleicht Medizin studieren will, denke ich, dass Biologie dafür wichtig sein wird.

Nina:
Ich finde das, was wir momentan in Bio behandeln, Immunbiologie, auch wirklich interessant. Also ich denke auch, dass ich es wählen werde.

Studentin: Vielen Dank an euch für das Interview!